Centvermehrung


Zunächst fand ich die 1-Cent-Aktion nicht so gut, aber als ich auch eine Karte mit einem Cent bekam, musste ich mir ja doch was überlegen, um nicht das anvertraute Talent zu vergraben und so zurückzugeben.
Ich lasse mir beim Einkaufen jetzt immer auf runde Summen herausgeben. Zusätzlich stelle ich nach dem Gottesdienst beim Kaffee in meiner kleinen internationalen Gemeinde immer einen kleinen Spendenkarton hin, nachdem ich sie informiert habe, und einige gucken dann auch in ihr Portemonnaie und tun die kleinen Münzen rein (manchmal auch größere - dadurch hab ich mir aber selbst Konkurrenz gemacht für meinen Fairtradeverkauf!). Außerdem habe ich in alle 5 Hauseingänge in unserem Wohngebäude einen Zettel gehängt mit einer Erklärung der Aktion und der Bitte, mir zu helfen, 1999 weitere Cents zu sammeln (20 Euro für Saatgut für eine Kleinbauernfamilie). Inzwischen sind es schon über 3600. Ein Nachbar brachte eine ganz Tasse voll Kupfermünzen, andere steckten Umschläge mit Münzen in meinen Briefkasten (dadurch habe ich eine Nachbarin neu kennengelert und zum Tee besucht). Eine Nachbarin hat mir 6.25 gegeben - für jeden (lebenden) Verwandten 5c. Und immer wieder finde ich ein oder mehrere einzelne Cents in meinem Briefkasten. Im September werde ich dann das Endergebnis mit Dank aushängen.
Im Endeffekt habe ich mir damit selbst am meisten Freude bereitet, denn auch nur 2 Cents im Briefkasten zu finden, kann die Laune enorm aufbessern an einem grauen Tag!


Marion - 22.07.09